| Die Grundschüler am Storchennest kombinieren |
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| Geschrieben von: Stefanie Timm | ||||||||||||||||
| Dienstag, 09. März 2010 | ||||||||||||||||
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Am 3. März beschäftigten sich unsere Schülerinnen und Schüler der zweiten bis vierten Klassen mit Aufgabenstellungen aus dem Bereich der Kombinatorik. Kombinatorik ist ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit der Bestimmung der Anzahlen möglicher Anordnungen beschäftigt. Mögliche Aufgaben sind beispielsweise die Kombination von Eissorten für eine Tüte Eis oder die Kombination von Kleidungsstücken aus einer vorgegebenen Auswahl.
Frau Klass hatte die Idee, jahrgangsübergreifend einen „Kombinatorik-Tag" durchzuführen, um allen Schülerinnen und Schülern möglichst vielfältige Aufgabenstellungen mit Hilfsmaterial zur Verfügung stellen zu können. Um 8.15 Uhr trafen sich die zweiten, dritten und vierten Klassen hochmotiviert in der Aula, wo Herr Ziball den Kindern von seiner „Lieblings-Kombinatorik-Aufgabe" erzählte: Wenn seine Frau ihm erlaubt, drei Kugeln Eis aus allen möglichen Eissorten auswählen zu dürfen ...
Zur Lösung der Aufgaben gab es vielfältiges Hilfsmaterial, das die Schüler je nach Bedarf nutzen durften. Gearbeitet wurde allein oder mit Partnern.
Außerdem wurden die in Mathe besonders starken Schüler als Helfer eingesetzt. Diese waren auf ihren Einsatz stolz und erläuterten die Aufgaben oder gaben Hilfestellungen, ohne zu viel zu verraten.
Die Erfahrungen zeigten, dass die Kinder begeistert Menüs aus Haupt- und Nachspeisen zusammenstellten, Osternester mit verschieden farbigen Ostereiern bestückten, Lastwagen an verschiedene Anhänger spannten, witzige Sockenpaare zusammenstellten, Flaggen entwarfen, Eissorten kombinierten, Würfelaugen paarten und vieles mehr.
Großen Anklang fand auch eine besonders schwere Aufgabe, die von einer Mutter angeboten wurde. Hier sammelten sich Kinder, die gerne knobeln und so in die Aufgabe vertieft waren, dass sie für einige Zeit gar nicht mehr ansprechbar waren. Wer die Lösung ausgetüftelt hatte, konnte nicht nur auf ein Erfolgserlebnis zurückblicken, sondern durfte auch richtig stolz auf sich sein.
Die Kollegen, die kein Mathe unterrichten, waren begeistert von der Vielfältigkeit des Aufgaben-Angebots und erstaunt über die Freude und Motivation der Kinder, sich mehrere Stunden am Stück mit Mathematik zu beschäftigen. In der großen Pause gab es das Schulfrühstück ausnahmsweise einmal am Mittwoch. So konnten die Schülerinnen und Schüler sich mit gesundem Essen stärken und nach der großen Pause mit neuem Elan an die Aufgaben gehen.
Nach der dritten Stunde endete der Kombinatorik-Tag mit einem erneuten Treffen in der Aula. Herr Ziball gab den Schülern Rückmeldung über ihr Verhalten während der Arbeit. Er lobte die tolle Atmosphäre, die Konzentration der Kinder sowie das Einhalten der vereinbarten Regeln.
„Es ist ein schöner Tag. Ich habe schon viel geschafft und finde die Aufgaben sehr gut." „Ich finde es toll, dass wir in die verschiedenen Klassen gehen können." „Die Rätsel finde ich toll." „Es ist einfach cool. Man kann heute mal andere Sachen machen, als andauernd nur in der Klasse zu sitzen und zu rechnen. Heute ist Lernen und Spaß fifty-fifty." „Obwohl alles mit Mathe zu tun hat, macht es sehr viel Spaß." „Hoffentlich machen wir das bald wieder - vielleicht mal mit Deutschaufgaben."
„Die Schüler sind heute sehr motiviert und konzentriert an ihren Aufgaben. Das ist schön, zu sehen. Viele Kinder sagen auch, dass es ihnen Spaß macht." „Die Kinder sind ganz stolz, wenn sie etwas geschafft haben. Besonders die, die selten Erfolgserlebnisse in Mathe haben. Es ist eine sehr fruchtbare Arbeit." „Die Idee mit dem Kombinatorik-Tag ist toll. Es ist eine ganz andere Art zu lernen, bei der die Kinder aus ihrem Klassenverband raus kommen. Sie arbeiten gut mit den Schülern anderer Altersklassen zusammen." „Den Schülern macht es Spaß, sich selbst aussuchen zu können, welche Aufgaben sie rechnen. Teilweise fällt es ihnen aber auch schwer, sich zu entscheiden." „Die Schüler sind super motiviert und erstaunlich gut organisiert. Sie halten sich an die vereinbarten Regeln und es gibt keine Disziplinprobleme. Die Zeit vergeht wie im Flug." „Es ist gut, dass die Kinder mit Hilfe des Materials handelnd ausprobieren können und so auch zur Lösung kommen, ohne rechnen zu müssen." „Heute lernen die Kinder auch voneinander. Der Einsatz der Forderkinder ist toll, sie haben das Gefühl, gebraucht zu werden und erfahren dafür auch Anerkennung der anderen Kinder." „Die Stimmung ist toll." |
















